Holzbeschaffung

des Landes Berlin


Gemäß der vom Berliner Senat beschlossenen Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt muss jeder beauftragte Betrieb, so Holz und Holzprodukte Bestandteile der Leistungsverzeichnisse sind, bei Aufträgen mit einem Gesamt-Auftragsvolumen von über 500 EUR netto ein einiges, anerkanntes Zertifikat oder einen qualifizierten Einzelnachweis vorlegen. Immer wieder wird von verschiedenen Verbänden die Ausstellung eines Einzelnachweises durch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständigen der Handwerkskammern (Sachgebebiete Tischler und Zimmerer) oder der Industrie und Handelskammern (Sachgebiete Holz und Holzbau) als "echte Alternative" angepriesen.


Dies ist allerdings für Ausschreibungen des Landes Berlin keinerlei Alternative mehr, denn die Holzbeschaffung des Landes Berlin wurde durch Einführung des Formblatts V 239 F (Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten) ergänzt. Und das bedeutet: Ein Einzelnachweis wird im Land Berlin von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Kammern nicht mehr anerkannt. 



Aus Umweltgesichtspunkten ist die Beschaffung von Holz und Holzprodukten (Pkt. 13) durch die öffentlichen Auftraggeber im Land Berlin nur vertretbar, sofern nachweislich gewährleistet ist, dass das Holz aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. 

Gemäß der vom Senat  und Umwelt muss jeder beauftragte Betrieb, so Holz und Holzprodukte Bestandteile der Leistungsverzeichnisse sind,  bei Aufträgen mit einem Gesamt-Auftragsvolumen von über 500 EUR netto

  • ein einiges PEFC- oder FSC-Zertifikat oder
  • ein gleichwertiges Zertifikat, oder
  • einen geprüften Einzelnachweis vorlegen. 


Im Klartext:
An einer Ausschreibung - bei welcher Holz und Holzprodukte Teile der Leistungsverzeichnisse sind - teilnehmenden Handwerksbetriebe in Berlin die lückenlose Nachweisführung hinsichtlich der Herkunft des eingesetzten Holzes jederzeit verbindlich bestätigen, garantieren und bei Zuschlagserteilung anerkannt nachweisen. Diese Vorgehensweise ist verpflichtend für alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Berlin. Die einzige Ausnahme bilden hierbei die Städtischen Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin.

 

Das Berliner Handwerk sieht sich hier einer schwierigen Doppelsituation gegenüber: Da kaum ein Bundesland wie Berlin so viele Bundesbauten aufweist, müssen die Betriebe bei der Teilnahme an entsprechenden Bundesausschreibungen die Anforderungen des verbindlich anzuwendenden Beschaffungserlasses des Bundes berücksichtigen. Dieser Bundeserlass muss selbstverständlich auch in allen anderen Bundesländern bei Bundesbauten von den umsetzenden Betrieben eingehalten werden.


Unbedingt ist immer zu beachten: Weil die Beschaffungsstellen (bundesweit) die teilnehmenden Bieter an entsprechenden Ausschreibungen nicht zusätzlich dazu auffordern müssen, den ursprünglich versicherten Nachweis bei Angebotsabgabe spätestens vor Einbau des Holzes vorzulegen, sehen dies häufig Betriebe fälschlicherweise als "Signal", sich nicht an die vertraglichen Regeln halten zu müssen. Das kann fatale Folgen haben.

  

Ich empfehle die Teilnahme an der PEFC Multi-Site Group IBT-EARTH von It's Business Time. Jeder IBT.EARTH Netzwerk Partner erfüllt die gesetzlichen Verpflichtungen des Landes Berlins sowie aller bundesweiten öffentlichen Beschaffungsstellen.

Hinweis:
Die Beschaffungsregelungen des Landes Berlin beziehen sich ausschließlich auf Holzprodukte mit Frischholzanteil und gelten nicht

  • für Papier und Papierprodukte,
  • Bauhilfsstoffe oder Produkte ohne Eigentumsübertragung (z. B. Messebauten ohne Eigentumsübertragung),
  • bei Aufträgen mit einem Gesamt-Auftragsvolumen laut Leistungsverzeichnis von unter unter 500 EUR netto.